Fisherman Strongman Run Nürburgring 2018


Der Fisherman Strongman Run am Nürburgring liegt bereits einige Tage hinter uns. Zeit um Revue passieren zu lassen. Ich habe immer noch ein breites Lächeln im Gesicht, wenn ich dien Fotos und Videos sehe. So viele schöne Erinnerungen mit ganz tollen Menschen. Dieses mal hatten wir Besuch aus Weisswasser. Cora war mit am Start. Sie kannte ich aus der Freeletics Community bereits eine gefühlte halbe Ewigkeit. Ein herzensguter, fröhlicher, sympathischer Mensch. Selten so eine Vertrautheit auf Anhieb erlebt, wie mit ihr. Am letzten Wochenende konnte ich sie dann live und in Farbe erleben und alles was ich vorher von meinem Lieblingsmensch gedacht hatte, hat sich bestätigt. Danke dafür.

Am Samstag ging es los. Abfahrt zum Nürburgring. Dieses Jahr leider nicht mit meinem Trainingsbuddy Alex. Schade. Hoffe das du nächstes Jahr wieder am Start sein kannst. Zusammen mit Annett und Cora waren wir nach 1:45 Stunde Fahrzeit vor Ort. Das Wetter war der Knaller. Sonne satt und 29 Grad. Letztes Jahr hatten wir nur 15 Grad, Regen und Wind. Was hatten wir während dem Lauf gefroren. Dieses mal ganz anders. Hitze satt.

Nachdem wir unsere Startunterlagen abgeholt hatten ging es zur Taschenabgabe und dann zu unserem Startblock „Überflieger“. Knapp über zehntausend waren am Start und wir ganz vorn mit dabei. Die Einheizer Band gab ordentlich Gas und brachte die Massen zum hüpfen und mitsingen. Stimmung war 100% geil.

Die Hindernisse sind selbst für „Anfänger“ alle allein machbar. Schade, hilft man den Mädels doch gern mal über die Hindernisse. So ganz Kavalier alter Schule versteht sich. Die Strecke war dieses Jahr viel abwechslungsreicher und schöner gewesen. Auch wenn der ein oder andere Kilometer erst einmal geschafft werden wollte. Die Veranstalter hatten so viele Wasserhindernisse dabei, wie in den zwei Jahren davor nicht. Perfekt bei dem Wetter. Wir hatten uns auf jedes Wasser Hindernis doppelt und dreifach gefreut.

Die größte Herausforderung stellte diese Jahr nicht die Strecke oder meine obligatorischen Wadenkrämpfe dar, sondern meine Trail Run Schuhe. Ich hatte die Salomon Speedcross 4 an. Tage und Wochen vorher hatte ich die bereits bei den diversen Waldläufen eingelaufen. Bin extra durch Schlamm und Pfützen gelaufen, alles war gut. Beim Fisherman ließen die Schuhe mich leider vollkommen im Stich. Nach acht Kilometer dachte ich, dass ich Schlamm von den ersten Hindernisse im Schuh hatte. Weit gefehlt. Wie sich herausstellte, schob sich die Innensohle nach vorn und bildete so eine aufgestaute Sohle unterhalb der Zehen. Das war sehr unangenehm zu laufen.

Nachdem ich zum fünften mal die Sohle gerade ziehen musste, nahm ich diese endgültig raus. Am Wegesrand sah man anhand der weggeschmissenen Innensohlen, dass ich nicht der einzige mit dem Problem und diesem Schuh war. Dadurch das die Innensohle nun raus war, hatte der Fuss zwar mehr Platz und es war angenehmer zu laufen, aber die Zehen stießen so immer wieder an die Schuhspitze. Ab Kilometer zwölf merkte ich, dass ich einen extrem unangenehmen Druck auf meinem linke Zeh hatte. Nach dem Lauf, beim duschen, sah ich das Missgeschick. Der große Zeh war blau angelaufen und unter dem Nagel hatte sich eine riesige Blutblase gebildet. Na danke.

Bei den Hindernissen war alles dabei. Große Strohballen und Schiffscontainer die überklettert werden mussten. Reifen, Holzgerüste, Wasserbecken, Treppen, Strom, krabbeln unter Gittern und immer wieder laufen, laufen und nochmals laufen. Die Veranstalter hatten sie sehr große Mühe damit gegeben.

Hat man die ersten zwölf Kilometer und damit die erste Runde geschafft, denkt man sich „warum tue ich mir das an und laufe weitere zwölf Kilometer, während die ersten ihr Bier bereits in der Hand halten?“. Da hilft nur eines, Hirn aus und weiter geht’s. Wenn man dann noch die beste Unterstützung hat, die man sich denken kann, geht alles viel einfacher. Annett, Cora, Harald und Holger. Was ein Team. Da zählte nur eines „Ein Team, ein Ziel“. Gemeinsam gestartet und gemeinsam im Ziel angekommen.

Alles in allem war es ein sehr schöner Lauf. Tolles Wetter, tolle Menschen und eine tolle Stimmung. Die Veranstalter hatten gegenüber dem letzten Jahr einiges wieder wett gemacht und sich verbessert. Zumal dieser Jahr es viel mehr Volunteer gab und es bei der Taschenrückgabe nicht zu langen Warteschlange kam. Einzig ein oder zwei Getränkestände mehr hätten es an der Laufstrecke sein können. Gerade bei der Hitze die an diesem Tag vorherrschte.

Beim Ziel Einlauf gab es verdiente Medaille, danach ging es für alle zum duschen. Der Fisherman Strongman Run ist der einzigste Run, bei dem es Einzelduschkabinen und warm Wasser gibt. Ein Traum. Gerade nach so einem anstrengenden Lauf. Wir hatten eine reine Laufzeit von 3:44 Stunden. Leider mussten wir öfters an Hindernissen sehr lange warten, genauso wie an den Getränkeständen. Da hatten wir die letzten beiden Jahre mehr Glück und einen guten Durchlauf gehabt.

Danke an alle in unserem Team „Freeletics Early Birds Frankfurt“. Danke das ihr füreinander zu jeder Zeit da wart. Danke das ihr so tolle Menschen seit. Danke das ich mich zu dem Fisherman Strongman Run 2019 anmelde, obwohl der dritte Fisherman Run in Folge eigentlich mein letzter sein sollte. Aber was macht man nicht alles und nächstes Jahr mit alter und neuer Verstärkung wieder aus Weißwasser. Ich freue mich bereits jetzt schon wie Bolle. Ein Team, ein Ziel.

PS: nächste Woche Samstag bin ich beim Strong Viking Water Edition in Wächtersbach dabei und einen Tag später nochmal beim Strong Viking Family Run. Das wird ein Wochenende.

Michael Wünsche

Blogger, Fotograf, Techie, iOS und Android Fan, Reisender, Espresso Genießer aus Frankfurt am Main, Berliner mit Leib und Seele, halber Sachse, BVB Fan aus vollem Herzen. Verfolge auch meine Blogs bloghandy.de und blogfotografie.de

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